Wenn eine ganze Schule verreist, weiß man: Das wird groß. Aber wenn man sieht, wie zehn Busse nacheinander in Richtung Holland losrollen, spürt man erst richtig, was das bedeutet. Viele sind aufgeregt – auch wenn sie den Plan für die Woche schon kennen, bleibt es doch ein Abenteuer. Ein Lehrer erzählt mir: „Auf Klassenfahrten bin ich sonst entspannt. Aber diesmal bin ich selbst aufgeregt und freue mich auf die Woche.“
Eine Woche im Freizeitpark Slagharen
Schon bei der Ankunft leuchten die Augen von vielen. In der Westernstadt erklingt gefühlt alle fünf Minuten ein fröhliches „Howdy“, und mittendrin warten schon die Attraktionen: Wer Lust auf Adrenalin hat, steigt in die rasante Achterbahn Gold Rush, während andere gemütlich aus dem Riesenrad den Park von oben entdecken. Als ich über den großen Platz mit dem Brunnen in der Mitte laufe, sehe ich überall fröhliches Gewusel, lachende Gesichter, Rufe voller Begeisterung und Schüler und Schülerinnen, die aus dem Freefall Tower zu ihren Lehrkräften hinunterwinken.
Gegessen wird in Schichten in der Music Hall, und die große Halle vermittelt dabei beinahe das Gefühl, in einer Oper zu sitzen. Abends fallen alle müde, aber glücklich in ihre Betten, ob in Wigwams, Cowboy Cottages oder Haciendas.
Abwechslung garantiert
Langweilig wurde es nie: unzählige Fahrgeschäfte, das Spaßbad Aqua Mexicana, sportliche Aktivitäten und spannende Ausflüge sorgten für Vielfalt. Ein besonderes Highlight waren die Highland Games. In Teams meisterten die Schülerinnen und Schüler Herausforderungen wie Tauziehen, Bogenschießen oder Baumstammwerfen. Selbst ein kurzer Regenschauer konnte die Stimmung nicht trüben. Auf der hüpfburgähnlichen Plattform, auf der man im richtigen Moment springen muss, um nicht umgeworfen zu werden, wurde es dadurch zu einer rutschigen Angelegenheit. Ob die Schülerinnen und Schüler oder die zuschauenden Lehrkräfte mehr Spaß hatten, lässt sich schwer sagen. Sicher ist nur: Alle Lachmuskeln wurden ordentlich trainiert.
Die Niederlande entdecken
Spätestens beim Blick aus dem Busfenster war klar: Wir sind in den Niederlanden. Grüne Felder, charmante Backsteinhäuser und überall Fahrräder. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen durfte ich die Oberstufe nach Amsterdam begleiten. Bei traumhaftem Wetter zeigte sich die Stadt bei der Grachtenfahrt mit Audioguides von ihrer schönsten Seite: Brücken über den Kanälen, kleine Gassen, der Duft von frischen Waffeln und unzählige Radfahrende.
Danach erkundeten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Museen und später die Stadt auf eigene Faust, bevor es abends zurück in den Park ging. Die Klassen sieben bis zehn schauten sich Groningen an, und die Jahrgänge fünf bis sechs gingen im Wildlands Zoo in Emmen auf Safari.
Ein perfekter Abschluss
Zum großen Finale versammelten sich alle im Zirkuszelt des Parks unter dem Motto Gemeinschaft. Die Lehrerband trat auf, die Tanzgruppe begeisterte mit einer mitreißenden Show, und viele weitere Beiträge sorgten für ein buntes Programm. Es ist ein Gänsehautmoment, wenn über achthundert Menschen zusammen klatschen, lachen und feiern - ein würdiger Abschluss für eine unvergessliche Woche. Und als am nächsten Morgen der letzte Bus den Park verließ, hieß es endgültig Abschied nehmen.
Wie könnte man diesen Beitrag besser beenden als mit einem kräftigen: Yee haw, Cowboys und Cowgirls!
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